Steuerleitfaden 2026 · CFD-Handel

CFD Broker mit Abgeltungssteuer: Welche Anbieter führen die Steuer ab? (2026)

Wer CFDs von Deutschland aus handelt, versteuert die Gewinne als Termingeschäfte mit der Abgeltungsteuer. Ob der Broker die Steuer abführt oder Sie sie selbst erklären müssen, hängt nicht von der BaFin-Aufsicht ab, sondern davon, welche Gesellschaft Ihr Konto führt. Diese Seite ordnet beides ein und nennt nur Angaben, die wir bei den Anbietern selbst nachlesen konnten.

  • 26,375% Gesamtsteuer ohne Kirchensteuer
  • 1.000€ Sparer-Pauschbetrag
  • 0€ Verlustgrenze für CFDs seit JStG 2024

Zuletzt geprüft: 8. Oktober 2026 · Redaktion CFD-Broker & Abgeltungssteuer · So prüfen wir

Das Wichtigste in Kürze

  • CFD-Gewinne unterliegen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, ggf. Kirchensteuer (ohne Kirche 26,375 %).
  • Sparer-Pauschbetrag 2026: 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung).
  • Die 20.000-€-Verlustgrenze für Termingeschäfte ist durch das Jahressteuergesetz 2024 entfallen.
  • BaFin-Aufsicht heißt nicht automatisch Steuerabzug: Entscheidend ist die inländische Zahlstelle.
  • Belegt: Pepperstone GmbH und CMC Markets Germany führen ab, XTB nicht. Libertex macht dazu auf libertex.com keine Angabe, hier ist von Selbstdeklaration auszugehen.

Abgeltungsteuer bei CFDs: Was gilt?

Ein CFD (Differenzkontrakt) ist ein Derivat, das die Kursentwicklung eines Basiswerts wie des DAX oder von EUR/USD abbildet, ohne dass Sie den Basiswert besitzen. Sie können auf steigende und fallende Kurse setzen. Steuerlich gehören Gewinne und Verluste daraus zu den Einkünften aus Kapitalvermögen, genauer zu den Termingeschäften.

Die Abgeltungsteuer beträgt pauschal 25 %. Dazu kommen der Solidaritätszuschlag mit 5,5 % der Steuer und, wenn Sie einer erhebenden Religionsgemeinschaft angehören, Kirchensteuer von 8 % (Bayern, Baden-Württemberg) oder 9 % (übrige Länder). Ohne Kirchensteuer liegt die Gesamtbelastung bei 26,375 %, mit Kirchensteuer bei rund 27,8 bis 28,0 %, weil die Kirchensteuer die Bemessungsgrundlage mindert.

Lange war die Verrechnung von Verlusten aus Termingeschäften auf 20.000 € pro Jahr begrenzt (§ 20 Abs. 6 Satz 5 EStG, ab 2021). Diese Beschränkung hat der Gesetzgeber mit dem Jahressteuergesetz 2024 abgeschafft. CFD-Verluste gehen damit wieder in den allgemeinen Verlustverrechnungstopf ein. Ausführlich erklärt der Leitfaden zur CFD-Steuer in Deutschland, was das für offene Bescheide bedeutet.

CFD-Broker im Vergleich: Wer führt die Steuer ab?

Die Tabelle zeigt nur Anbieter, zu denen wir eine Angabe auf der offiziellen Seite des Anbieters gefunden haben. Sie ist weder vollständig noch eine Rangliste; die Reihenfolge ist alphabetisch. Wie wir prüfen, steht auf der Seite Methodik.

Risikohinweis: CFDs sind Hebelprodukte. Sie können Ihr eingesetztes Kapital schnell verlieren; ein großer Teil der Privatanleger macht beim CFD-Handel Verluste. Steuerliche Aussagen auf dieser Seite sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Beratung durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.
AnbieterVertragspartner / SitzSteuerabzug für Kunden in DeutschlandQuelle
CMC MarketsCMC Markets Germany GmbH, FrankfurtJa automatischer Abzug der Kapitalertragsteuer, soweit gesetzlich vorgesehenSteuer-FAQ von CMC Markets
LibertexIndication Investments Ltd, Zypern (CySEC); Repräsentanz in DeutschlandKeine Angabe zu einem automatischen Steuerabzug gefunden; Selbstdeklaration einplanenlibertex.com/de (FAQ, Bedingungen)
PepperstonePepperstone GmbH, DüsseldorfJa Abgeltungsteuer wird beim Schließen einer Gewinnposition einbehaltenHilfeseite von Pepperstone
XTBKonto für EU-Kunden am Hauptsitz WarschauNein Steuer ist selbst zu erklärenXTB Help Center

CMC Markets: Steuerabzug laut Anbieter

Nach der Steuer-FAQ von CMC Markets werden Erträge aus CFD Margin Trades von einer in Deutschland ansässigen Stelle ausgezahlt oder gutgeschrieben. Deshalb nimmt CMC Markets, soweit gesetzlich vorgesehen, den Abzug der Kapitalertragsteuer automatisch vor. Die Steuerbescheinigung für das Vorjahr stellt der Anbieter in der Handelsplattform bereit; eine Verlustbescheinigung gibt es auf Antrag, der bis zum 15. Dezember einzureichen ist. Zur Website von CMC Markets

Pepperstone: Steuerabzug laut Anbieter

Laut der Hilfeseite von Pepperstone behält die Pepperstone GmbH die Abgeltungsteuer für Privatkunden mit Steuerpflicht in Deutschland beim Schließen einer Gewinnposition ein und führt sie ans Finanzamt ab. Das spart die eigene Berechnung dieser Erträge. Ob die Handelskonditionen zu Ihrem Stil passen, sollten Sie unabhängig davon über ein Demokonto prüfen. Zur Website von Pepperstone

XTB: keine automatische Abführung

XTB führt nach den Angaben im eigenen Help Center die Abgeltungsteuer für deutsche Kunden nicht ab, weil die Konten von der Gesellschaft in Warschau geführt werden. Kunden erhalten eine Erträgnisaufstellung und tragen die Ergebnisse selbst in die Anlage KAP ein. Die deutsche BaFin-Präsenz ändert daran nichts. Zur Website von XTB

Libertex: Selbstdeklaration einplanen

Auf libertex.com/de haben wir keine Aussage gefunden, dass die Libertex-Gesellschaft Abgeltungsteuer für Kunden in Deutschland abführt; das Unternehmen weist die steuerliche Verantwortung in seinen Hilfetexten den Kunden zu. Wer dort handelt, sollte Gewinne und Verluste selbst dokumentieren und in der Steuererklärung angeben. Bei Fragen zum Steuerabzug hilft die Rückfrage beim Anbieter. Informationen auf libertex.com/de Anzeige

Deutsche und ausländische Broker: Was die Steuerfrage bedeutet

Ein automatischer Steuerabzug setzt voraus, dass der Anbieter als inländische Zahlstelle oder depotführende Stelle agiert. Eine Niederlassung eines EU-Brokers mit BaFin-Eintrag erfüllt das nicht zwingend, ein deutschsprachiger Auftritt ebenso wenig. Sie sehen es an den Kontounterlagen: Welche Gesellschaft ist Vertragspartner, und bescheinigt sie einen Steuerabzug?

Mit Steuerabzug entfällt meist die Erklärung dieser Erträge in der Anlage KAP. Ohne Steuerabzug bleibt die Pflicht beim Anleger. Sie gilt unabhängig vom Sitz des Brokers, weil Sie als in Deutschland Steuerpflichtiger Ihr weltweites Einkommen erklären. Banken in teilnehmenden Staaten melden Kontodaten zudem über den internationalen Informationsaustausch (CRS) an die Steuerbehörden. Mehr dazu, auch zu Steuerstundung und Rechenbeispiel, auf der Seite Welcher CFD Broker führt Steuern automatisch ab?

Steuerabzug in der Praxis: Was Sie vom Anbieter bekommen

Führt ein Anbieter die Abgeltungsteuer ab, ändert sich für Sie vor allem der Papierkram. Der Anbieter verrechnet Gewinne und Verluste innerhalb seiner Konten, zieht die Steuer ein und meldet sie dem Finanzamt. Damit er die Kirchensteuer richtig berechnet, benötigt er Ihre Steuer-Identifikationsnummer und fragt Ihr Religionsmerkmal beim Bundeszentralamt für Steuern ab.

  • Jahressteuerbescheinigung: Sie zeigt die abgeführten Beträge und lässt sich beim Anbieter anfordern. Sie ist ein Beleg, kein Pflichtbestandteil der Steuererklärung.
  • Verlustbescheinigung: Wer Verluste anbieterübergreifend nutzen will, beantragt sie bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres. Sonst bleiben die Verluste beim Anbieter.
  • Freistellungsauftrag: Er verteilt den Sparer-Pauschbetrag auf einen oder mehrere Anbieter und verhindert den Steuerabzug bis zur eingetragenen Summe.

Prüfen Sie nach dem Jahreswechsel, ob die abgeführte Steuer zu Ihren eigenen Aufzeichnungen passt. Fehler beim Steuerabzug lassen sich in der Einkommensteuererklärung korrigieren.

Anlage KAP: Wann Sie CFD-Gewinne selbst erklären

Ohne Steuerabzug durch den Anbieter müssen Sie Gewinne und Verluste aus CFDs in der Anlage KAP Ihrer Einkommensteuererklärung angeben. Dort gehören sie in den Abschnitt für Kapitalerträge ohne Steuerabzug; Termingeschäfte werden getrennt von anderen Erträgen ausgewiesen. Das Finanzamt berechnet dann Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer und zieht den Sparer-Pauschbetrag ab.

Grundlage sind Ihre Kontoauszüge und die Jahresübersicht des Anbieters. Haben Sie mehrere Konten, summieren Sie die Ergebnisse. Liegt Ihr persönlicher Steuersatz unter 25 %, stellen Sie in der Anlage KAP den Antrag auf Günstigerprüfung. Die Steuer ist erst nach dem Steuerbescheid fällig; das ist die Steuerstundung, die Auslandsbroker ohne Abzug bieten. Wer das Geld in der Zwischenzeit nicht zurücklegt, riskiert eine hohe Nachzahlung auf einen Schlag.

So wird die Abgeltungsteuer auf CFD-Gewinne berechnet

Die folgenden Beispiele nutzen die gesetzlichen Sätze ohne Kirchensteuer und einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Einzelperson), der noch nicht anderweitig verbraucht ist.

Beispiel A: Gewinn unter dem Pauschbetrag

CFD-Gewinn im Jahr
800,00 €
Sparer-Pauschbetrag
− 1.000,00 €
Steuerpflichtig
0,00 €
Steuer gesamt
0,00 €

Beispiel B: Gewinn über dem Pauschbetrag

CFD-Gewinn im Jahr
3.000,00 €
Sparer-Pauschbetrag
− 1.000,00 €
Steuerpflichtig
2.000,00 €
Abgeltungsteuer 25 %
500,00 €
Solidaritätszuschlag 5,5 % von 500 €
27,50 €
Steuer gesamt
527,50 €

Steuerrechner: CFD-Gewinn

Gewinn abzüglich Pauschbetrag
–
Abgeltungsteuer
–
Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer)
–
Kirchensteuer
–
Steuer gesamt
–
Gewinn nach Steuer
–

Modellrechnung ohne Verlustvorträge, Günstigerprüfung und Einzelfälle. Keine Steuerberatung.

Verluste verrechnen

CFD-Verluste mindern andere Kapitalerträge im allgemeinen Verlustverrechnungstopf. Verluste aus Aktienverkäufen werden getrennt geführt und gleichen nur Aktiengewinne aus. Verbleibende Verluste werden in die Folgejahre vorgetragen. Wer Konten bei mehreren Anbietern hat oder ein Konto auflöst, kann bei dem Anbieter, der den Steuerabzug vornimmt, eine Verlustbescheinigung beantragen, und zwar bis zum 15. Dezember des Jahres, um Verluste im Veranlagungsverfahren über alle Konten zu verrechnen.

Krypto-CFDs

Ein Krypto-CFD ist ein Derivat, kein Besitz von Coins. Die einjährige Spekulationsfrist für direkt gehaltene Kryptowerte gilt dafür nicht: Gewinne sind auch nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer steuerpflichtig.

Freistellungsauftrag, Sparer-Pauschbetrag und Nichtveranlagung nutzen

  • Freistellungsauftrag erteilen bei dem Anbieter, der die Steuer abführt, bis maximal zur Höhe von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) über alle Anbieter hinweg.
  • Günstigerprüfung prüfen (§ 32d Abs. 6 EStG): Liegt Ihr persönlicher Steuersatz unter 25 %, etwa als Student oder in Teilzeit, kann das Finanzamt in der Steuererklärung den niedrigeren Satz anwenden.
  • Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen, wenn Ihr Gesamteinkommen so niedrig ist, dass voraussichtlich keine Einkommensteuer anfällt. Der Anbieter führt dann keine Steuer ab.
  • Belege ordnen: Jahressteuerbescheinigungen, Erträgnisaufstellungen und Verlustbescheinigungen aller Konten aufbewahren.

Drei typische Szenarien

Gelegenheitstrader mit Steuerabzug

Ein Anleger handelt einmal im Jahr einen DAX-CFD und erzielt 800 € Gewinn. Mit Freistellungsauftrag über 1.000 € führt der Anbieter keine Steuer ab, es bleibt bei 0 € und es ist nichts zu erklären.

Aktiver Trader ohne Steuerabzug

Ein Trader erzielt bei einem Auslandsbroker 12.000 € Gewinn. Nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags sind 11.000 € steuerpflichtig, bei 26,375 % sind das 2.901,25 € Steuer. Der Anbieter führt nichts ab, also muss der Trader den Betrag in der Anlage KAP angeben und die Zahlung nach dem Steuerbescheid leisten. Sinnvoll ist eine Rücklage von rund einem Viertel des Gewinns.

Verlustjahr

Ein Anleger verliert 4.000 € mit CFDs und erhält 1.500 € Zinsen beim selben Anbieter. Der Anbieter verrechnet die Zinsen mit dem Verlust, es entsteht ein Verlustvortrag von 2.500 €, der spätere Gewinne mindert. Bei mehreren Anbietern hilft die Verlustbescheinigung.

Checkliste: Das prüfen Sie vor der Kontoeröffnung

  1. Vertragspartner: Welche Gesellschaft führt Ihr Konto, und in welchem Land sitzt sie?
  2. Steuerabzug schriftlich: Steht in den Hilfeseiten oder Bedingungen, dass für Kunden in Deutschland Abgeltungsteuer einbehalten wird?
  3. Freistellungsauftrag: Kann er online erteilt werden, und gilt er auch für das CFD-Konto?
  4. Bescheinigungen: Gibt es eine Jahressteuerbescheinigung, Erträgnisaufstellung und Verlustbescheinigung?
  5. Kirchensteuer: Fragt der Anbieter das Merkmal beim Bundeszentralamt für Steuern ab, oder sind Sie dafür selbst verantwortlich?
  6. Schutz: Negativsaldoschutz, getrennte Verwahrung der Kundengelder und Aufsicht durch eine EU-Behörde.

Weitere Auswahlkriterien neben der Steuer

Der Steuerabzug ist ein Komfortpunkt, kein Qualitätsmerkmal des Handels selbst. Wichtig sind außerdem:

  • Aufsicht und Vertragspartner: Welche Gesellschaft wird von welcher Behörde beaufsichtigt?
  • Kosten: Spreads, Übernachtfinanzierung, Gebühren für Ein- und Auszahlungen.
  • Plattform und Demokonto, damit Sie ohne Geldeinsatz testen können.
  • Deutschsprachiger Support und verständliche Kontounterlagen.
  • Einlagensicherung bzw. Segregation der Kundengelder.
  • Verfügbare Basiswerte und deren Hebel.

ESMA-Regeln: Hebel und Negativsaldoschutz

Für Privatkunden in der EU begrenzt die ESMA den Hebel von 30:1 bei großen Währungspaaren bis hinunter zu 2:1 bei Kryptowerten, schreibt eine Zwangsschließung bei 50 % Margin vor und sichert Privatkunden durch Negativsaldoschutz davor, mehr als das Konto-Guthaben zu verlieren. Fehlen diese Schutzmechanismen, ist der Anbieter für Privatanleger ungeeignet.

Fazit: Welche Lösung passt zu Ihnen?

Wer wenig Aufwand wünscht und CFDs gelegentlich handelt, fährt mit einem Anbieter, der die Steuer abführt, einfacher. Wer häufig handelt und seine Belege sauber führt, kann auch mit Selbstdeklaration arbeiten, trägt dann aber die volle Verantwortung für die Erklärung. Prüfen Sie in jedem Fall, welche Gesellschaft Ihr Konto führt, und lassen Sie Zweifelsfälle von einer Steuerberatung klären.

Selbst vergleichen: Informationen zum Anbieter Libertex finden Sie direkt auf der Anbieterseite. Dort sind auch die steuerlichen Hinweise des Anbieters einsehbar.

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CFDs sind Hebelprodukte mit hohem Verlustrisiko. Kein Steuerabzug durch den Anbieter angenommen.

Häufige Fragen zu CFD-Brokern und Abgeltungssteuer

Welcher Broker führt die Abgeltungssteuer für CFDs automatisch ab?

Nach den Angaben auf den Hilfeseiten führen die Pepperstone GmbH und CMC Markets Germany bei Privatkunden mit Steuerpflicht in Deutschland die Steuer automatisch ab; Pepperstone beim Schließen einer Gewinnposition. Andere Anbieter haben wir bislang nicht anhand einer Primärquelle belegen können und nennen sie deshalb nicht. Maßgeblich ist stets, ob der Anbieter als inländische Zahlstelle auftritt.

Wie werden Gewinne aus dem CFD-Handel in Deutschland versteuert?

CFD-Gewinne zählen als Einkünfte aus Kapitalvermögen (Termingeschäfte) und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer ergibt das 26,375 %. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) bleibt steuerfrei.

Was sind die Vorteile eines CFD-Brokers mit automatischer Abgeltungssteuer?

Der Anbieter berechnet und überweist die Steuer an das Finanzamt, Sie müssen die Erträge in der Regel nicht in der Anlage KAP erklären. Das senkt den Aufwand und das Risiko von Fehlern. Nachteil: Die Steuer fällt sofort an, es gibt keine Steuerstundung wie bei Anbietern ohne Steuerabzug.

Wie funktioniert die Verlustverrechnung bei CFDs nach Wegfall der 20.000-Euro-Grenze?

Das Jahressteuergesetz 2024 hat die Begrenzung für Verluste aus Termingeschäften aufgehoben. CFD-Verluste können damit wieder mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden. Nicht ausgeglichene Verluste werden vorgetragen. Verluste aus Aktienverkäufen lassen sich dagegen nur mit Aktiengewinnen verrechnen.

Welcher CFD-Broker hat seinen Sitz in Deutschland?

Pepperstone (Düsseldorf) und CMC Markets (Frankfurt) treten mit deutschen Gesellschaften auf, XTB unterhält ebenfalls eine deutsche Präsenz, führt die Konten für EU-Kunden aber am Hauptsitz in Warschau. Entscheidend ist nicht der Firmensitz im Marketing, sondern die Frage, welche Gesellschaft Ihr Konto führt und ob sie den Steuerabzug vornimmt. Das steht in den Kontounterlagen.

Kann man bei CFDs mehr verlieren als den ursprünglichen Einsatz?

Für Privatkunden bei EU-regulierten Anbietern gilt Negativsaldoschutz: Sie können nicht mehr verlieren, als auf dem CFD-Konto liegt. Eine Nachschusspflicht ist ausgeschlossen. Das gesamte Kontoguthaben kann durch Hebel und Marktbewegungen jedoch binnen kurzer Zeit verloren gehen.

Muss man bei BaFin-regulierten Brokern immer mit automatischer Abgeltungssteuer rechnen?

Nein. Die Aufsicht durch die BaFin bedeutet nicht, dass der Anbieter Steuern abführt. Der Steuerabzug hängt davon ab, ob der Anbieter als inländische Zahlstelle bzw. depotführende Stelle handelt. XTB etwa führt die Abgeltungsteuer für deutsche Kunden nicht ab; die Erträge sind dann selbst in der Steuererklärung anzugeben.